Sabine Kaluscha

5 Minuten

Claude KI nutzen: Die 6 Funktionen, die im Online-Business wirklich Zeit sparen

Claude KI nutzen heißt mehr als ein Chat-Fenster. Sechs Funktionen, die im Online-Business den Unterschied machen, und wofür ich sie selbst einsetze.

Claude Basics das musst du wissen
Sechs Funktionen, die Claude im Arbeitsalltag von einem Chat-Tool zu einem echten Mitarbeiter machen.

Ich sitze am Schreibtisch, zwei Hunde schlafen unter dem Tisch, und auf dem Bildschirm läuft Claude. Nicht im Browser-Chat, in dem die meisten Menschen hängenbleiben. Sondern in der Desktop-App, mit drei Bereichen oben, einem Plugin-Store und einem kleinen Tool, das ich mir selbst gebaut habe. Wenn du Claude KI nutzen willst, um wirklich Zeit zurückzuholen, reicht das reine Chatten nicht. Die spannenden Funktionen liegen einen Klick weiter. Ich gehe in diesem Beitrag durch sechs Funktionen, die ich täglich im Online-Business einsetze, mit Beispielen aus meinem eigenen Workflow. Am Ende weißt du, was Cowork, Dispatch, Claude Code, Plugins und Skills im Alltag wirklich leisten.

Wie kann ich Claude KI nutzen, wenn der Chat allein nicht reicht?

Claude KI nutzen kannst du auf drei Ebenen: im Browser, in der Desktop-App und über das Handy. Im Browser auf claude.ai läuft der klassische Chat, so wie viele es von ChatGPT kennen. Du tippst eine Frage, du bekommst eine Antwort. Das ist die Ebene, auf der 99 Prozent der Menschen stehenbleiben. Sobald du die Desktop-App installierst, siehst du oben drei Reiter: Chat, Cowork und Claude Code. Damit verändert sich der Charakter komplett. Aus dem Frage-Antwort-Spiel wird ein Werkzeug, mit dem Claude Aufgaben planmäßig erledigt, Tools verbindet und sogar eigene Software baut. Auf dem Handy kommt Dispatch dazu, ein Bereich, über den du unterwegs Aufträge an deinen Rechner zu Hause schickst. Wer Claude KI ernsthaft nutzen will, sollte sich die Desktop-App installieren. Erst dort öffnet sich das, was im Alltag wirklich Stunden spart.

Cowork: Wenn Claude wie ein Mitarbeiter regelmäßige Aufgaben übernimmt

Cowork ist der Bereich in der Desktop-App, in dem ich Claude regelmäßige Aufgaben gebe, die er eigenständig zur festgelegten Zeit erledigt. Ich habe mir für meine KI-Recherche eine separate E-Mail-Adresse angelegt und mich dort bei verschiedenen Newslettern zu KI und Online-Business eingetragen. Jeden Tag geht Claude in dieses Postfach, liest alles durch und legt mir eine kompakte Tageszusammenfassung in mein eigenes Postfach. Mit Quellangabe, sodass ich bei Bedarf nachschauen kann, woher eine Info kommt. Eine zweite Aufgabe läuft wöchentlich: Claude räumt meinen Download-Ordner und Teile meines Google Drive auf, sortiert nach Themen und legt saubere Ordnerstrukturen an. Eine dritte Cowork-Aufgabe liefert mir jeden Morgen um sieben Uhr einen fertigen Karussell-Entwurf zu einem definierten Thema. Ich öffne Claude und der Beitrag steht bereits da, ohne dass ich vorher Tools verbinden musste.

Wofür kann ich Claude im Online-Business konkret nutzen?

Im Online-Business kann ich Claude für alles einsetzen, wo Wiederholung, Recherche oder kleine Software-Logik im Spiel ist. Drei konkrete Felder aus meinem Alltag: Erstens Content-Produktion. Ich habe mir mit Claude Code ein eigenes Tool gebaut, in das ich ein Video hochlade. Mit einem Klick entstehen daraus ein Newsletter-Entwurf, ein Karussell-Post, ein Blogartikel und eine Podcast-Folge. Zweitens Mini-Tools für die eigene Webseite. Unter app.sabinekaluscha.com läuft eine Instagram-Analyse, die ich komplett mit Claude Code gebaut habe. Wer den eigenen Account-Namen eingibt, bekommt eine Auswertung zu erstem Eindruck, Story-Highlights und Profilqualität, im Tausch gegen die E-Mail-Adresse. Drittens kleine Rechner und Formulare, die früher einen Programmierer gebraucht hätten. Conversion-Rechner, Listen-Wert-Rechner, kleine Quizze. Drei bis vier Sätze als Briefing reichen oft schon, damit Claude Code einen lauffähigen Entwurf liefert.

Dispatch und Claude Code: Unterwegs anfangen, am Rechner weiterarbeiten

Dispatch ist eine Funktion auf dem Handy, mit der ich Aufträge an meinen eingeschalteten Rechner zu Hause schicke, während ich unterwegs bin. Beispiel aus meinem Alltag: Ich war mit den Hunden spazieren, eine Idee für einen Karussell-Post kam mir auf dem Feldweg. Ich öffne Claude auf dem Handy, gehe auf Dispatch, spreche die Idee rein und gebe einen ersten Auftrag. Mein Rechner zu Hause beginnt mit der Arbeit, sucht passende Dateien aus Google Drive, legt einen Entwurf an. Wenn ich zurück bin, ist die Vorarbeit erledigt, und ich steige genau dort ein. Claude Code ist die zweite Hälfte dieses Paares. Über den dritten Reiter in der Desktop-App startest du eine neue Session und beschreibst, was gebaut werden soll. Das kann ein kleiner Rechner für deine Webseite sein, eine ganze Analyse-App oder ein internes Workflow-Tool. Die Schwelle zum Selber-Bauen liegt deutlich niedriger als noch vor zwei Jahren.

Plugins und Skills: Der Punkt, an dem Claude wirklich nach dir arbeitet

Plugins funktionieren in Claude wie der App-Store auf dem Handy. Unter Einstellungen, Erweiterungen, Plugins findest du vorgefertigte Erweiterungen, die Claude mit Tools wie Slack, Canva, Google Kalender oder Gmail verbinden. Ich empfehle, mit den geprüften Plugins der offiziellen Anbieter zu starten und nicht alles wahllos zu installieren. Skills sind die Schwester der Plugins und in der Praxis fast wichtiger. Ein Skill ist eine gespeicherte Anweisung für wiederkehrende Aufgaben. Wenn ich Claude jedes Mal aufs Neue erkläre, wie meine Instagram-Captions aufgebaut sein sollen oder welche Bestandteile eine gute Betreffzeile braucht, baue ich das Wissen ein einziges Mal in einen Skill. Mein Skill ‘Content Engine’ enthält Hooks, Copywriting-Strukturen und Beispiele aus Kursen, die ich besitze. Sobald ich Content schreiben lasse, greift Claude automatisch darauf zu. Wichtiger Hinweis: Lade keine fremden Skills blind hoch. In einem Skill kann theoretisch eine Anweisung versteckt sein, die im Hintergrund Daten verschickt. Nur Quellen, denen du vertraust.

Fazit

Der Sprung von ‘ich chatte mit Claude’ zu ‘Claude arbeitet für mich’ liegt in der Desktop-App, nicht im Browser. Cowork erledigt regelmäßige Aufgaben, Dispatch verbindet Handy und Rechner, Claude Code baut Tools, Plugins binden externe Software an, Skills speichern dein Know-how. Wenn ich heute jemandem zeigen würde, wie sich Claude KI sinnvoll nutzen lässt, würde ich genau in dieser Reihenfolge vorgehen. Erst die Funktionen sehen, dann die zwei Aufgaben aussuchen, die im eigenen Business am häufigsten wiederkehren. Genau dort entsteht der Hebel. Nicht im hundertsten Prompt, der jedes Mal neu getippt wird. Das eigentliche Geschenk dieser Tools ist die Zeit, die du danach in das stecken kannst, was nur du tun kannst.

Wie die sechs Funktionen am Bildschirm konkret aussehen und welches Tool ich mir mit Claude Code selbst gebaut habe, zeige ich in der dazugehörigen Folge auf YouTube.