Funnel Cockpit Alternative: Warum ich nach sechs Jahren gekündigt habe und wie ich heute Seiten baue
Vor vier Tagen habe ich nach sechs Jahren Funnel Cockpit gekündigt. Wie meine Funnel Cockpit Alternative aus Claude Code, GitHub und Cloudflare Pages aussieht und für wen sich der Wechsel lohnt.
Vor vier Tagen habe ich auf den Kündigen-Button geklickt. Sechs Jahre Funnel Cockpit, jeden Monat 56 Euro, irgendwo um die 4.000 Euro insgesamt. 2020 war das Tool für mich unverzichtbar, ich habe damit jede Landingpage, jede Bridge-Page, jedes Freebie gebaut. In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass ich immer seltener reingehe. Wenn du selbst nach einer Funnel Cockpit Alternative suchst, weil dir das Abo zu teuer ist, weil sich dort Altlasten aus Jahren angesammelt haben oder weil du das Gefühl hast, technisch hängenzubleiben, dann liest du gerade den richtigen Text. Ich erzähle dir, warum ich gegangen bin und wie mein neues Setup aussieht.
Drei Gründe, warum ich Funnel Cockpit gekündigt habe
Der erste Grund waren die monatlichen Kosten im Verhältnis zur Nutzung. Funnel Cockpit kann eine Menge: Mitgliederbereich, Blog, E-Mail-Marketing, ganze Webseiten. Ich habe davon nur einen kleinen Ausschnitt benutzt, im Wesentlichen Landingpages für Freebies und Funnels. In den letzten Monaten kam dazu, dass ich Änderungen kaum noch im Tool gemacht habe, weil ich parallel mit Claude Code unterwegs war.
Der zweite Grund war der angesammelte Müll. Sechs Jahre Ausprobieren bedeuten etliche Freebies, Kursseiten, alte Reels-Kampagnen, Bridge-Pages. Ich hätte mich hinsetzen und sortieren können. Ich habe mich für den Schlussstrich entschieden und alles gelöscht.
Der dritte Grund war der gefühlte Stillstand. Wenn ich sehe, was mit Claude Code, Codex oder Lovable in Minuten entsteht, und dann in ein Tool gehe, in dem ich Elemente per Klick hin und her schiebe, fühlt sich das nach 2020 an. Das ist kein Vorwurf an Funnel Cockpit, jede Software hat ihre Roadmap. Für mich war es der Moment zu gehen.
Welche Alternativen gibt es zu Funnel Cockpit
Wenn du in Vergleichsartikeln liest, dann tauchen dort Namen auf wie Clickfunnels, Perspective, Heyflow, Mailerlite, Instapage oder Unbounce. Das sind alles wieder Tool-Abos, oft mit ähnlicher Logik wie Funnel Cockpit, manchmal günstiger, manchmal teurer. Mein Weg geht in eine andere Richtung.
Mein neues Setup besteht aus genau drei Bausteinen. Claude Code als KI, die für mich die Seiten baut und Änderungen vornimmt. Dafür zahle ich monatlich, das ist der einzige laufende Kostenpunkt. GitHub als Speicherort für die Dateien, kostenlos in meinem Umfang. Cloudflare Pages als Hosting, ebenfalls kostenlos in meinem Umfang.
Statt Klick-Editor habe ich Dateien, die mir gehören. Ich tippe oder spreche eine Änderung ein, Claude baut sie lokal, ich sage commit and push, die Seite ist online. Eine Headline auf der aktuellen Seite habe ich so in unter zwei Minuten getauscht. Das ist die Funnel Cockpit Alternative, die ich aktuell empfehle, wenn du bereit bist, dich einmal in das Setup einzuarbeiten.
Was ist Funnel Cockpit eigentlich und wann lohnt sich der Wechsel
Funnel Cockpit ist ein deutschsprachiges All-in-One-Tool für Landingpages, Funnels, Mitgliederbereiche, E-Mail-Marketing und Blog. Du baust deine Seiten per Drag-and-Drop, alles liegt in der Cloud des Anbieters. Für viele war das jahrelang die schnellste Möglichkeit, online zu verkaufen, ohne sich um Technik zu kümmern. Seriös ist das Tool, daran liegt der Wechsel nicht.
Die Frage ist eine andere: Nutzt du wirklich, wofür du jeden Monat bezahlst? Bei mir lautete die Antwort nein. Wenn du nur Landingpages baust und ansonsten WordPress, Quentn oder ein anderes E-Mail-Tool nutzt, zahlst du für viele Funktionen, die du nicht anfasst. Ein guter Moment für den Wechsel ist dann gekommen, wenn du merkst, dass du Änderungen aufschiebst, dass dein Account voller Altlasten ist und dass du parallel ohnehin mit KI experimentierst. Genau die drei Signale haben mich aus dem Abo getrieben.
Ist Funnel Cockpit seriös und warum gehe ich trotzdem
Ja, Funnel Cockpit ist ein seriöses Tool. Es funktioniert, es hat einen deutschen Support, viele bekannte Selbstständige im deutschsprachigen Raum nutzen es. Meine Kündigung ist kein Urteil über die Qualität. Sie ist eine Entscheidung über Richtung. Ich will meine Dateien lokal bei mir haben. Ich will eine Kopie auf GitHub, von der ich jederzeit zu einem anderen Hoster umziehen kann. Ich will mit der KI sprechen und nicht mit einem Editor klicken.
In drei Monaten kann das Feld noch einmal anders aussehen. Es werden Tools kommen, die heute noch niemand auf dem Schirm hat. Genau deshalb möchte ich nicht in einem geschlossenen System hängen, in dem meine Seiten als proprietäre Datenstruktur liegen. Mit Markdown, HTML und sauberem Code in einem Git-Repository bin ich frei, jederzeit zu wechseln. Das ist für mich der entscheidende Punkt, an dem die klassische Funnel-Software gegen das KI-gestützte Setup verliert.
So sieht der Umzug konkret aus
Der Umzug hat bei mir länger gedauert, als ich gedacht hätte. Der Grund: über sechs Jahre haben sich in den DNS-Einträgen, in Quentn und in den verknüpften Domains so viele Konfigurationen angesammelt, dass das Aufdröseln Zeit gekostet hat. Genau aus dieser Erfahrung ist eine PDF-Anleitung entstanden, die ich beim Aufräumen geschrieben habe.
Sie ist so aufgebaut, dass sie zwei Leseweisen erlaubt: du kannst sie selbst durchlesen und Schritt für Schritt nachgehen, oder du gibst sie deiner KI und lässt dich von dort durch den Prozess führen. Drin steht alles, was ich brauchte: GitHub-Konto anlegen, Cloud-Code installieren, Cloudflare Pages verbinden, Domain umziehen, DNS sauber setzen, das Quentn-Skript in den Code einfügen. Wenn du komplett neu startest, sagst du der KI einfach, dass du bei null beginnst. Wenn du umziehst, gehst du die Checkliste durch und sammelst vorher die Screenshots ein, die ich dort aufliste. So bleibt der Wechsel überschaubar, auch wenn du dich vorher nie mit GitHub oder Hosting befasst hast.
Fazit
Die Entscheidung, sechs Jahre Funnel Cockpit zu beenden, war für mich kein leichter Klick. Sie war ein Eingeständnis, dass sich meine Arbeitsweise verändert hat und das Tool dieser Veränderung nicht gefolgt ist. Heute baue ich Seiten, indem ich rede oder tippe. Meine Dateien liegen bei mir und auf GitHub. Mein Hosting kostet mich nichts. Die einzige laufende Investition ist die KI selbst, und die nutze ich ohnehin täglich für deutlich mehr als nur Webseiten.
Wenn du gerade ein Abo bezahlst, das du kaum noch öffnest, dann ist das ein Hinweis. Schau dir deine Tool-Liste an, prüfe ehrlich, was du wirklich nutzt, und überlege, welche Aufgaben deine KI heute schon übernehmen könnte. Das ist die unbequeme, ehrliche Bestandsaufnahme, die im Moment in vielen Selbstständigen-Setups ansteht.
Wie der Umzug Schritt für Schritt abläuft und wie das neue Setup live funktioniert, zeige ich dir im Video.